Psychiatrie | EAHM-Workshop in Brüssel

Workshop zum Thema „Transformationmanagement in  Mental Health Care – Veränderungsprozesse in den Gesundheitssystemen der EU-Mitgliedsstaaten“ des EAHM-Mental Health Subcommittee

09.04.2024 | Brüssel – Landesvertretung von Rheinland-Pfalz

Am 9. April führte die European Association of Hospital Managers (EAHM) mit ihrem Mental Health Subcommittee, unter Leitung ihres Präsidenten Holger Höhmann, der Fachgruppe psychiatrische Einrichtungen im VKD mit der Landesvertretung von Rheinland-Pfalz in Brüssel einen Workshop zum Thema „Transformationmanagement in  Mental Health Care – Veränderungsprozesse in den Gesundheitssystemen der EU-Mitgliedsstaaten“ durch. Der Schwerpunkt lag auf den organisatorischen, finanziellen und politischen Aspekten eines solchen Wandels aus der Sicht des Managements. Pascal Mariotti, Generaldirektor des Centre Hospitalier Le Vinatier Bron, unterstrich die Erfahrungen aus Projekten zur Entwicklung stärker genesungsorientierter Behandlungsmethoden und dem Übergang zu einer stärker ambulanten oder aufsuchenden Versorgung in Lyon. Michael van Brederode, LVR-Institut für Versorgungsforschung, stellte den Weg vor, den die LVR Klinik Bonn in städtischen Gebieten eingeschlagen hat, um einen solchen Transformationsprozess zu organisieren. Und ich hatte die Ehre, unser Modell der integrierten Versorgung nach § 64b SGBV vorzustellen. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Auswirkungen auf das neue Konzept der Regional­versorgung. Jochen van den Steen, Generaldirektor des Psychiatrischen Zentrums Genth Sleidinge vzw, stellte den Transformationsprozess der psychiatrischen Versorgung in der Provinz Ostflandern und Gent anhand konkreter Beispiele vor, und Franz Podechtl, Vorstandsvorsitzender der Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo), berichtete über den Entwicklungsprozess zum heutigen Versorgungssystem für psychosoziale Notfälle in Bayern. Übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie Regional Governance in der Praxis funktionieren kann! Auch wenn wir aus unterschiedlichen Kulturen und Gesetzgebungstraditionen kamen, wurde eines deutlich: weniger stationär, mehr digital, mehr ambulant, mehr Partizipation der Nutzer und des unterstützenden Umfelds und mehr Angebote in der Gemeinde sind der Schlüssel zu einem modernen psychosozialen System in Europa. Und noch mehr. Aus der Managementperspektive war eines glasklar: Alle Akteure müssen einbezogen werden.

Und die Führungskräfte waren sich auch einig darin, auf die vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten in Europa zur Weiterentwicklung der eigenen Strategien zu setzen.

Paul Bomke

Vorsitzender der Fachgruppe psychiatrische Einrichtungen

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